Kunstgewerbemuseum (Berg- und Wasserpalais)

Zwischen Handwerk, Industrie und Kunst

Bergpalais im Lustgarten Pillnitz
Das Bergpalais im Lustgarten

Wie formt Gestaltung unsere Umwelt? Dieser Frage widmet sich das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Wasser- und Bergpalais. Zwischen Experiment und Tradition erzählen die Sonderausstellungen Geschichten über Formgebung, Verarbeitung, Lebenszusammenhänge und Technologien. 

Sonderausstellung

»Der eigene Antrieb - oder wie uns das Rad bewegt«

Eine Ausstellung zu Design und Fahrradkultur

Abheben, balancieren und dahingleiten: Auch zwei Jahrhunderte nach der Erfindung der Laufmaschine ist »Der eigene Antrieb« per Rad ein Faszinosum. Anhand von Meilensteinen der Fahrradentwicklung wird deutlich, wie technische Innovationen und ästhetische Ansprüche die jeweiligen Fahrraddesigns beeinflusst und geprägt haben. Beispiele hierfür sind: historisches Veloziped, Falträder, Mountainbikes und Rennräder sowie zugehörige Komponenten wie Leuchten, Sättel und Helme.

Vor allem geht es in der Ausstellung um die Bewegung: In verschiedenen Ausstellungsabschnitten geht die Ausstellung der Entwicklung des Fahrrads nach.
Als Spiegel seiner Zeit rückt die Schau das Rad in den Fokus, wenn es um seine Bedeutung für die Arbeiter- und Frauenbewegung geht. Wir zeigen die Revolutionierung des Radsports durch die Hippies, mit ihren Mountainbike-Vorläufern. Heute gilt die Autonomie, die das Rad ermöglicht, als politisches Statement: Wenn Teilnehmer der »Critical Mass« durch die Stadt radeln, um damit für mehr Rechte im Straßenverkehr zu demonstrieren.

Digitale Inszenierungen und fahrbare Rad-Installationen verleihen der Schau zusätzlich Schwung. Als Rahmenprogramm gibt es die »Pillnitzer Sommersonntage« mit Führungen, Kinderworkshops und Street Food vom Lastenrad, eine Fahrradsammelaktion für Flüchtlinge sowie Vorträge und Ausfahrten.

Alle Informationen zur Sonderausstellung auf www.der-eigene-antrieb.de

Dauerausstellungen

Im Wasserpalais bilden sächsisches und europäisches Kunsthandwerk des 17. und 18. Jahrhunderts den Schwerpunkt der Ausstellung.

Die Ausstellung im Bergpalais widmet sich zwei Schwerpunkten:

  • Wie wurdedie die Herstellung, die Formgebung und der Vertrieb durch die Industrialisierung beeinflusst?
  • Wie hat sich das Kunstgewerbe ausgehend vom 18. Jahrhunderts bis heute verändert?

Im Ostflügel des Bergpalais sehen Sie wie sich das Wohnen und Arbeiten in Dresden um 1900 visionär neu definiert hat. Das Schaudepot Hellerauer Werkstätten visualisiert die Entwicklung anhand eines umfangreichen Bestands an Möbeln und sogenanntem Kleingerät.

In beiden Palais sind historische Räume zu besichtigen:

  • Das gelbe Teezimmer im chinoisen Stil um 1900
  • Der Watteau-Saal mit Wandbildern à la Watteau von dem Dresdner Künstler Christian Ernst Dietrich
  • Drei Räume mit Wandgestaltungen des Architekten Christian Traugott Weinlig aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts

Kontakt

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Taschenberg 2
01067 Dresden

+(49) 351 49 14 - 2000
besucherservice@skd.museum