Kunstgewerbemuseum (Berg- und Wasserpalais)

Im Wasserpalais bilden sächsisches und europäisches Kunsthandwerk des 17. und 18. Jahrhunderts den Schwerpunkt der Ausstellung.

Die Ausstellung im Bergpalais widmet sich zwei Schwerpunkten:

  • Wie wurdedie die Herstellung, die Formgebung und der Vertrieb durch die Industrialisierung beeinflusst?
  • Wie hat sich das Kunstgewerbe ausgehend vom 18. Jahrhunderts bis heute verändert?

Im Ostflügel des Bergpalais sehen Sie wie sich das Wohnen und Arbeiten in Dresden um 1900 visionär neu definiert hat. Das Schaudepot Hellerauer Werkstätten visualisiert die Entwicklung anhand eines umfangreichen Bestands an Möbeln und sogenanntem Kleingerät.

In beiden Palais sind historische Räume zu besichtigen:

  • Das gelbe Teezimmer im chinoisen Stil um 1900
  • Der Watteau-Saal mit Wandbildern à la Watteau von dem Dresdner Künstler Christian Ernst Dietrich
  • Drei Räume mit Wandgestaltungen des Architekten Christian Traugott Weinlig aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts

Zwei Sonderausstellungen im Kunstgewerbemuseum 2018:

»SIBYLLE 1956-1995 - Zeitschrift für Mode und Kultur«
Wasserpalais | 28. April bis 4. November 2018 | Di - So 10:00 bis 18:00 Uhr

Was heute die Frauenzeitschrift Brigitte, das war in der DDR die SIBYLLE – Zeitschrift für Mode und Kultur. Mit nur rund 200.000 Exemplaren pro Ausgabe – es gab ab 1956 sechs pro Jahr – war die Zeitschrift ein rares Produkt und stets in kürzester Zeit vergriffen.

Insbesondere die Fotografien bilden neben den Beiträgen über Kunst, Architektur und Gesundheit ein entscheidendes Element ihrer Wirkung. Die engagierten Fotografen beherrschten nicht nur ihr Handwerk, sie legten an ihre Arbeit auch explizit künstlerische Maßstäbe an und verliehen der ‚Ost-Vogue‘ einen kosmopolitischen Charme.

Die Ausstellung stellt die zentralen Fotografen der Zeitschrift, darunter Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Ute Mahler, Sven Marquardt und Elisabeth Meinke vor. Ein chronologischer Abriss der SIBYLLE-Ausgaben anhand von Originalen und Reproduktionen einzelner Hefte, von der ersten Ausgabe 1956 bis zu Exemplaren aus den frühen 1990er Jahren ist ebenso Bestandteil der Präsentation im Kunstgewerbemuseum wie einige in der DDR produzierte Kleidungsstücke, Schmuck und Modeentwürfe.

»Von Staub zu Glitzer« - oder wie ein Kristall-Lüster wächst
Bergpalais | 25. August bis 4. November | Di - So 10:00 bis 18:00 Uhr 

Die in Prag unter dem Namen ZORYA arbeitenden Designer Zdenek Vacek und Daniel Pošta werden in den Räumen des Bergpalais im Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz über mehrere Wochen einige Kronleuchter konzipieren, die über den Zeitraum der Ausstellung wachsen.

Der fortlaufende Wachstumsprozess ihres Materials, ein kristallisierender Alaun, ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern einen spannenden Einblick in die Entwicklungsschritte und handwerklichen Elemente der einzigartig gestalteten Objekte. Die vollendeten Kronleuchter werden sich ästhetisch in die bestehende Infrastruktur des Bergpalais einfügen.

Das Ausstellungsprojekt ist eine Fortführung des intensiven Austausches mit Designerinnen und Designern aus den angrenzenden Nachbarländern. 

Mehr Informationen zum Kunstgewerbemuseum (Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

Kontakt

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Taschenberg 2
01067 Dresden

+(49) 351 49 14 - 2000